Podiumsdiskussion „Digitalisierung und Grundrechte“ anlässlich des Verfassungsfests am Dienstag, den 28. Mai 2019

Digitalisierung und Grundrechte – Autonomie: Selbst- oder Fremdbestimmung durch künstliche Intelligenz?

ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe, OpenHUB, Lichthof 8+9 Dienstag, 28. Mai 2019
18 Uhr: Ausstellungsrundgang „Open Codes. Die Welt als Datenfeld“ ab ca. 19 Uhr: Vorträge und Podiumsdiskussion

Automatisierte Entscheidungen erleichtern den Lebensalltag und vermögen die Sicherheit zu gewährleisten – gleichzeitig eröffnen sie vielschichtige Gefährdungen für die durch die Verfassung garantierte Grundrechtsausübung. Was bedeutet unsere Grundrechtsordnung heute noch im Cyber Space? Welche Einflüsse kann und muss das Recht auf Social Scoring, Big-Data und Data-Mining sowie Predictive Analytics und andere KI-Phänomene nehmen.

Mitwirkende: Prof. Dr. Thomas Dreier (ZAR/KIT), Prof. Dr. Armin Grunwald (ITAS/KIT und Leiter des Büros für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB), Prof. Dr. Nikolaus Marsch (ZAR/KIT), Prof. Dr. Andreas Paulus (Richter des Bundesverfassungsgerichts), Dr. Timo Rademacher (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg), Prof. Dr. York Sure-Vetter, (Sprecher des AIFB/KIT und Direktor am FZI Forschungszentrum Informatik), Prof. Peter Weibel (künstlerisch-wissenschaftlicher Vorstand des ZKM | Karlsruhe)

Es besteht die Gelegenheit, an einer Führung durch die Ausstellung „Open Codes. Die Welt als Datenfeld“ teilzunehmen. Weitere Informationen zum Programm finden Sie in unserem Flyer. Im Anschluss an die Veranstaltung findet ein Sektempfang statt. Veranstaltet vom Zentrum für Angewandte Rechtswissenschaft (ZAR) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und den Jungen Juristen e.V. in Kooperation mit dem ZKM | Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe. Die Veranstaltung ist kostenfrei, Anmeldung erforderlich:


Ankündigung: Vortragsabend am Montag, den 01.Juli 2019

Hervorgehoben

Am 01. Juli 2019 referiert Dr. Peter Frank, Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof zum Thema „Strafverfolgung in Zeiten des Terrors“.

Der Vortrag findet im ZKM I Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe statt

Dr. Peter Frank – Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof, referiert zum Thema „Strafverfolgung in Zeiten des Terrors“. Neben interessanten Einblicken in die Aufgaben der Bundesanwaltschaft zeichnet er die historische Entwicklung des Terrorismusstrafrechts nach und beleuchtet die Thematik an aktuellen Rechtsproblemen. „Auch wenn es nach dem terroristischen Angriff auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin vom 19.12.2016 zu keinem ähnlich schwerwiegenden Anschlag in Deutschland gekommen ist, bleibt die Sicherheitslage von der fortwährenden Bedrohung durch islamistisch motivierten Terrorismus geprägt.“ so Dr. Frank. Geboren in Baden-Württemberg, begann Dr. Frank seine Karriere in Würzburg und München, wo er u.a. im Bayrischen Staatsministerium der Justiz, am Oberlandesgericht München und als Generalstaatsanwalt tätig war, bevor er am 05.Oktober 2015 den Posten des Generalbundesanwalts beim Bundesgerichtshof übernahm.

Die Veranstaltungen sind öffentlich – bei freiem Eintritt – und richten sich gleichermaßen an ein juristisches Fachpublikum und interessierte Bürger*innen. Im Anschluss laden wir zum geselligen Austausch bei Sekt und Brezeln ein.

Unseren Flyer finden Sie hier.

Unsere nächste Vortragsveranstaltung mit Generalbundesanwalt Dr. Frank findet am Montag, den 01. Juli 2019 statt. Eine Anmeldung zur Veranstaltung am 01. Juli 2019 ist nicht erforderlich. Wenn Sie Interesse an weiteren Veranstaltungseinladungen haben, können Sie Ihre Daten hier eingeben:




Wir verarbeiten Ihre personenbezogenen Daten gemäß unserer Datenschutzerklärung ausschließlich zum Zweck der Durchführung und Information über unsere Veranstaltungen. Die Anmeldung wird durchgeführt durch das Zentrum für Angewandte Rechtswissenschaft (ZAR). Nach Betätigung des Anmeldebuttons werden Sie auf eine Seite des ZAR weitergeleitet.


Karlsruher Dialog zum Informationsrecht

Das Zentrum für Angewandte Rechtswissenschaft (ZAR) lädt ein zum Vortrag von Dr. Philipp Wittmann vom Verwaltungsgericht Karlsruhe (derzeit abgeordnet an das Bundesverfassungs­gericht) zum Thema „Zwischen Ermittlungsgeheimnis und Transparenz – Informationszugangsansprüche gegen den Generalbundesanwalt im System des Informationszugangsrechts“

Zeit: 16. Januar 2018 um 18:30 Uhr

Ort: Hörsaal -101 (Souterrain) im Gebäude 50.34 (Informatik-Fakultät), Am Fasanengarten 5, 76131 Karlsruhe

Vortrag Rechtsprechungsdreieck

Wir bedanken uns bei Bundesverfassungsrichterin Prof. Dr. Doris König, dass Sie im Rahmen der Karlsruher Kolloquien zum Thema „Das Bundesverfassungsgericht im Rechtsprechungsdreieck Karlsruhe-Straßburg-Luxemburg – Konflikt und Kooperation“ einen wundervollen Vortrag gehalten hat. Die  Vortragsveranstaltung fand am 29. Septmeber 2016 im Schwurgerichtssaal des Landgerichts (Hans-Thoma-Straße 7) statt.

Ein großes Dank geht an das Landgericht Karlsruhe und alle fleißigen Helfer, die diese Veranstaltung möglich gemacht haben!

csm_koenig_doris_5e0d0e112fDoris König ist seit 2014 Richterin des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts. Daneben ist sie Inhaberin des Claussen-Simon-Stiftungslehrstuhls für Internationales Recht an der Bucerius Law School in Hamburg.

Neben der juristischen Ausbildung absolvierte sie ein Postgraduiertenstudium an der University of Miami School of Law und promovierte im Bereich des internationalen Seerechts. Nach einer Tätigkeit als Richterin am Landgericht Hamburg und als wissenschaftliche Assistentin am Kieler Walther-Schücking-Institut für Internationales Recht habilitierte sie sich im Jahr 1998 mit einer Arbeit zur verfassungsrechtlichen Problematik des europäischen Integrationsprozesses. Im Jahr 2000 wurde sie an die Bucerius Law School in Hamburg berufen; von 2012 bis 2014 war sie deren Präsidentin.

Gerichte
Im europäischen Mehrebenensystem des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe, des Gerichtshofs der Europäischen Union in Luxemburg und des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte in Straßburg stellen sich immer wieder Fragen der Kompetenzabgrenzung, der Koordination der Rechtsprechungslinien und des Dialogs zwischen den Gerichten.

Der Vortrag beleuchtete die Rolle des Bundesverfassungsgerichts, das einerseits den Grundsätzen der Völker- und Europarechtsfreundlichkeit verpflichtet ist, andererseits jedoch als „Hüter der Verfassung“ die Aufgabe hat, die Grenzen der staatlichen Verfassungsidentität zu wahren. In diesem Kontext entwickelte sich das Verhältnis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zu einem beiderseits akzeptierten modus vivendi. Dagegen befindet sich das Verhältnis zum Gerichtshof der Europäischen Union gerade im Prozess der Neujustierung.

Hintergrund